Vom 30.01.2015 – 07.02.2015 fuhr die Jahrgangsstufe EF (11) im Rahmen des Skiprojekts nach Österreich.

Hier ein Bericht von Jasna Domke und Maren Junghans:

Das Motto: Hinfallen, aufstehen und wieder hinfallen!

Wir sind am Freitag den 30.01.15, ja es ist richtig, morgens haben wir Zeugnisse bekommen und abends waren wir weg (wie passend!), um 21:45uhr ohne große Verzögerung losgefahren. Die Fahrt war laut und ohne viel Schlaf, für die Meisten.  Dennoch waren wir alle bei guter Laune, zu mindestens bis wir die Temperaturen, Gondeln und Berge sahen bzw. spürten. Dennoch fuhren wir trotz Höhenangst oder ähnlichen Problemen alle mit den Gondeln hoch. Der spektakuläre Sonnenaufgang wurde von vielen auf der Kamera festgehalten. Gerade angekommen wurden wir von der freundlichen Maria direkt bewirtet. Das Essen hatte über die gesamte Skifreizeit Höhen und Tiefen. Auch Vegetarier, Allergiker und Muslime sind nicht zu kurz gekommen. Nach langer Wartezeit konnten die urigen Zimmer endlich bezogen werden, der kleine Verzicht auf Komfort wurde durch den tollen Ausblick aus Zimmern wieder gut gemacht.

Kurz nach dem Mittagessen war es dann soweit. AB AUF DIE PISTE UND LOS!!!! Die ersten paar Stunden auf Skiern wurden bei den Meisten durch Stürze, Schmerzen und Peinlichkeiten geprägt. Dennoch war die Stimmung ausgelassen. Beim Abendlichen Meeting betonten die Lehrer wie stolz sie doch sind, dass wir direkt losgefahren und nach jedem noch so schmerzhaften Sturz immer wieder aufgestanden sind. Wir wurden mit Lob überschüttet und wollten eigentlich nur noch eines: AB INS BETT!!

Um ca. 22:00 Uhr war es dann soweit, nach einem erbitterten Singstar Wettkampf zwischen Lehrern und Schülern, wer hätte ahnen können, dass Herr Stocks und Herr Metzler SO singen und tanzen können :D, gingen wir alle endlich zu Tode erschöpft, mit Schmerzen aber dennoch glücklich in die Horizontale.

Tag 1:

Um 8:00 Uhr gab es Frühstück. Ein bisschen unpünktlich ging es um 9:00 Uhr wieder auf die Piste. Wir wurden in verschiedene Gruppen, je nach Können, eingeteilt. Die guten Skifahrer haben schon schwerere Pisten in Angriff genommen. Die Anfänger haben sich auf den Ziehwegen aufgehalten. Aber auch da hatten alle eine Menge Spaß trotz einiger Stürze und Schmerzen vom vorherigen Tag.

Ansonsten wurde nach dem Mittagessen, um 12:00 Uhr, wieder die Piste ‘‘gerockt‘‘. Abends gab es dann Ärger wegen verschiedener kleiner Regelverstöße. Als Strafe mussten die betroffenen Zimmer die Abendprogramme für die nächsten Tage gestalten. Dazu später mehr.

 Tag 2:

Wie am vorherigen Tag gab es ein, von Maria persönlich, gezaubertes spartanisches Frühstücksangebot. Auf den Pisten wurden später große Erfolge erzielt und die meisten Schüler machten die blauen Pisten mit Pizza und Pommes unsicher. Das lag bestimmt am Frühstück. Um 12:00 Uhr gab es wie immer Mittagessen: Für Einige Schmaus für Andere Graus. Tja, Geschmäcker sind halt verschieden. Gegen 13.00 Uhr begaben sich wieder alle auf die Piste um an ihren Fertigkeiten zu arbeiten. Mittlerweile konnte jeder mehr oder weniger gefahrlos die blaue Piste runterbrettern ohne laute Angstschreie von sich zu geben. Nach dem reichlichen Abendbrot und dem Meeting folgte das erste Abendprogramm in Form eines Pantomimenabends. Die verschiedenen Darstellungsweisen sorgten für einige Lacher – insbesondere beim Team der Lehrer, die später den Sieg nach Hause holten. Wie an den Tagen zuvor herrschte auch ab 22.00 Uhr Totenstille… abgesehen von einer elektrischen Zahnbürste.

 Tag 3:

Anders als an den anderen Tagen, begann dieser Tag mit einem bewölkten Himmel und jeder Menge Schnee. Das hielt die wackere Truppe aber nicht davon ab, ihre Allerwertesten auf die Piste zu schwingen. Trotz der schlechten Sichtverhältnisse gelang es den Meisten,  nicht von der Piste abzukommen oder einen Abhang herunter zu fallen. Es wurde sogar eine neue Strecke befahren, die bei den Meisten für eine vorübergehende Schockstarre sorgte, da sie eine höheres Gefälle hatte als die Pisten zuvor. Trotzdem wurde sie von so gut wie jedem nach dem Mittagessen mutig und voller Tatendrang befahren. Allerdings standen schon die ersten Kranken am Ende des Tages auf dem Tableau. Grippe und Erkältungen plagten die heldenhaften Skifahrer. Das Abendprogramm bestand aus Flachwitzen und Menschen die sich mit Wasser berieselten-für die Meisten war das Spiel an sich eher ein Witz. Der Übeltäter mit der elektrischen Zahnbürste wurde gefasst –  es war Herr Stocks! 😀

 Tag 4:

Tag vier begann wie immer. Allerdings machten sich starker Muskelkater und Grippesymptome bemerkbar. Das Rausgehen wurde zum Staatsakt voller ‚‘‘ Aua‘‘ und ‚‘‘F**k‘‘ -Ausrufe. Dennoch standen hinterher alle, die konnten, wieder startklar auf der Piste. Der Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Das Abendprogramm bestand aus dem Tabu- Spiel. Die Erklärungen einiger Wörter waren hitverdächtig :D. Wie immer fielen alle wie tot ins Bett.

 Tag 5:

Der fünfte Tag begann etwas hektisch. Einige fuhren bereits um halb neun nach Hochfügen, hatten also nur eine halbe Stunde für Anziehen und Essen. Dennoch hat alles funktioniert und der Tag war ein voller Erfolg für alle. Allerdings waren auch einige Leute krank und mussten leider in der Jugendherberge bleiben und sich irgendwie die Langeweile vertreiben. Als alle am Nachmittag zurückkamen, waren wir, wie an jedem Tag, total geschafft und wollten nur noch entspannen. Später dann, nach erneut üppig ausgefallenen Belobigungen, beim Meeting stand das Abendprogramm an. Nach dem Abendprogramm hat ein Zimmer eine neue Erkenntnis gewonnen: Wenn man versucht einen Freudentanz zu veranstalten, sollte man aufpassen, dass man sich im Zimmer nicht auf die Klappe legt.

 Tag 6:

Anders als vorher sind am 6.Tag  die meisten Schüler zur Kristallhütte hochgefahren, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht genießen darf. Für andere stand an diesem Tag der Gang zum Arzt an. Der Arzt war sehr freundlich und kompetent. Er hatte eine schlechte Nachricht für einen Patienten. Der Mitschüler, der einen Freudentanz aufgeführt und sich dabei gestürzt war, hatte sich einen Bänderriss zugezogen. Der Bänderriss wäre nicht so peinlich, wenn der Unfall wenigstens beim Skifahren und nicht erst auf dem Zimmer passiert wäre. Selbst der Arzt musste bei der Erklärung schmunzeln. Als dann nachmittags alle wieder in der Jugendherberge waren, waren der Unfall und die betroffene Person der Lacher des Tages. DESHALB KOMMT JETZT EIN TIPP: FREUDENTÄNZE AUF DEN ZIMMERN BITTE UNTERLASSEN FALLS IHR KEINEN BÄNDERRISS HABEN WOLLT!!!

Das Abendprogramm bestand aus verschiedenen Aufgaben, die immer die gleichen erledigen mussten. Essollten eigentlich alle Schüler drankommen aber das hätte zu lange gedauert. Deswegen musste nur ein Teil der Schüler die teils peinlichen Aufgaben bewältigen, aber jede Aufgabe war einen Lacher wert. Jeder machte sich zum Affen und es musste Niemandem peinlich sein. Nach dem Abendprogramm gab es noch großen Andrang beim Pokerspielen, Doppelkopf oder einfach beim Party machen.

 Tag 7:

Der siebte Tag begann mit der Bewertung der bisherigen Skileistungen und den Vorbereitungen für die kommende Heimfahrt. Nach der Benotung konnten sich die Schüler im Skigebiet noch austoben oder nochmals das Tal für letzte Einkäufe besuchen. Um 14:00 Uhr mussten Skier und Skipässe wieder abgegeben werden. Das Abendprogramm des letzten Tages gestalteten die Lehrer, es sollte eine Überraschung werden. Wir wussten nicht ob wir uns freuen oder fürchten sollten. 😮 Am Ende konnten wir uns freuen, wir haben die schönste Seite des Skifahrens kennengelernt – Das Apres – Ski feiern. Mit einem Getränk auf Kosten der Lehrer und jeder Menge Party – Krachern ging die Party richtig ab. Leider endete es für unseren Geschmack viel zu schnell. Aber die anschließende Rutschpartie mit Müllsäcken auf der Piste war noch ein weiterer Höhepunkt und eine gute Gelegenheit richtig Spaß zu haben :D. Nach dem Ankommen am Jugendheim machten sich alle daran, das Chaos auf den Zimmern zu beseitigen und die Koffer zu packen. Abends gestalteten die Lehrer weiter, das Programm indem wir alle gemeinsam die aufgenommenen Videos vom Skifahren ansahen. Es war eine extreme  Freude zu sehen, wie einige Leute neue Namen wie z.B. ”der Pizzabote” bekamen oder auch den Fahrstil des ein oder anderen zu analysieren. Danach fielen alle kaputt aber meist glücklich und zufrieden ins Bett.

 Tag 8:

Der letzte Tag begann schon um 06:00 Uhr, da wir um 06:45 Uhr schon die Zimmer räumen mussten. Es war stressig. Nach einem letzten spartanischen Frühstück verließen wir die ”schönen” Berge des Zillertals mit der ersten Gondel, die morgens fuhr. Unten angekommen stiegen wir in den Bus und verließen Kaltenbach mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da wir dort sehr witzige Momente erlebt hatten aber auch froh waren, dass wir endlich nach Hause kommen würden. Die Fahrt gestaltete sich ruhig. Die Meisten schliefen oder beschäftigten sich still. Nach zwei Zwischenstopps, davon einem bei einem bekannten Schnellrestaurant, wo sich alle noch einmal voll futterten, kamen wir nach ca. 10,5 Stunden endlich in Werdohl an und sahen das, was wir eigentlich nicht mehr sehen wollten: SCHNEE überall und Blitzeis auf den Straßen. Aber im letztendlich waren wir glücklich, wieder zuhause zu sein.

Alles in allem war es eine Skifreizeit mit Kulinarischen, geistigen und körperlichen Höhen und  wenigen Tiefen und mit einem riesigen Spaßfaktor.

Foto: Nicola Schmidt, AEG