Endlich war es soweit: Am Freitag, den 30.09.19 um 16 Uhr klirrten die Sektgkläser, gefüllt mit alkoholfreiem Sekt und türkischem Uludag, um auf die Eröffnung der Sonderausstellung „Werdohl- eine Stadt der kulturellen Vielfalt…Wie schon Oma und Opa Werdohl kulturell beeinflusst haben“ anzustoßen. Besonders erleichtert waren die Schülerinnen und Schüler, dass das Engagement der letzten Zeit solche Früchte trägt. Nachdem die SchülerInnen und Schüler des elfer Philosophiekurses sich mit Pluralität auseinandergesetzt haben, entschieden sich sechs von ihnen eine Ausstellung zur kulturellen Vielfalt in Werdohl auf die Beine zu stellen. Schließlich fühlten sich die Ausstellungsmacher, die ebenfalls einen Migrationshintergrund haben und deren Wurzeln in der Türkei, Pakistan und Sri Lanka liegen, von dem Thema betroffen.

 

Das Ergebnis ließ sich sehen:

Viele wichtige Gäste waren vor Ort, die sich die Ergebnisse der Kooperation zwischen dem Heimat- und Geschichtsverein und der Albert-Einstein Gesamtschule anschauen wollten. Bürgermeisterin Silvia Voßloh sprach das Grußwort und betonte die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema. Außerdem lobte sie das Engagement der SchülerInnen und Schüler der Albert-Einstein Gesamtschule, das man schon beim „Runden Tisch für Integration in Werdohl“ gesehen hatte (Bericht vom 12.08.19 auf der Homepage der AEG). Neben dem komissarischen Schulleiter Sven Stocks und der Philosophielehrerin  der motivierten SchülerInnen und Schüler kam auch Schüler Yusuf zu Wort, der sich für die vielen Gäste bedankte und einlud, sich die Ausstellung in Ruhe anzuschauen.

 

Neben Yusuf waren Usman und Alihan ganz besonders engagiert und opferten für die Sonderausstellung sogar ihre Freizeit. Das Ziel ist es, dass sich auch die junge Generation mehr mit den Themen „Integration“ und „kulturelle Vielfalt“ auseinandersetzen. Ihr besonderes Engagement kam anschließend in einer Urkunde zum Ausdruck.

In der Ausstellung, in der neben den Augen auch andere Sinne angesprochen wurden, konnte in einem Nähkästchen nach Herkunftsgeschichten gewühlt werden. Außerdem wurden vierzehn Sprachen anhand von Audioaufnahmen der SchülerInnen erraten und der Unterschied zwischen Natur und Kultur erfühlt. Die Integrationskarte für Werdohl wurde auf neun Sprachen ausprobiert, Videos zum Projekt „Freundschaft – dostca“ der Realschule und einem türkischen Tanz zum Abschluss der Jahrgangsstufe 10 der AEG  bestaunt und gelesen, was einen Sauerländer ausmacht.

Weitere Informationen und Fotos zur Anknündigung der Ausstellung durch Schüler Usman sowie zur Ausstellungseröffnung gibt es online auf der Seite des Süderländer Volksfreundes unter folgenden Links:

https://www.come-on.de/lennetal/werdohl/kommt-werdohl-migration-stadtmuseum-12926451.html

https://www.come-on.de/lennetal/werdohl/ausstellung-ueber-migration-12962307.html

 

Die Ausstellung geht bis zum 12.10.19 und wird im Geschichtsmuseum Werdohl im Bahnhohsgebäude zur Schau gestellt. Geöffnet ist das Museum immer sonntags vom 10 -12:30 Uhr sowie nach vorheriger Absprache (Telefonnr. : 016098175861).

 

Also: Kommen Sie vorbei!

 

Ausstellungseröffnung „Werdohl- eine Stadt der kulturellen Vielfalt… Wie schon Oma und Opa Werdohl kulturell beeinflusst haben“ Besonderes Engagement in der Freizeit