Alles begann mit einer „Auftaktveranstaltung des Klimaschutznetzwerkes“, zu dem die Albert- Einstein Gesamtschule eingeladen wurde. Dort wurde mitgeteilt, dass die Stadt Werdohl bis zum Jahr 2030 ganze 35 Prozent CO2 einsparen möchte. Natürlich war von vornherein klar, dass es die Aufgabe der Schulen ist, die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren. Also haben sich die Kolleginnen Birigt Zeltwanger und Katja Galatsch kurzerhand mit der Klimaschutzbeauftragten Frau Tehranchi zusammengesetzt und besprochen, wie man neben den vielfältigen Themen im Lehrplan weitere, interessante Projekte ins Leben rufen kann, die mit dem Schutz unseres Planeten zusammenhängen. Es sollten handlungsorientierte Projekte sein, Projekte, bei denen die Schülerinnen und Schüler praktische Arbeit leisten konnten. Ideal wäre ebenfalls, wenn die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten.

 

So war schnell das Projekt „Klimaziele Werdohl 2030- die AEG macht mit“ ins Leben gerufen worden. Mitten auf dem Brüninghausplatz sollten am 10.07.19 im Zeitraum von 9:00 bis 12:30 Uhr die Besucherinnen und Besucher ebenfalls die Chance bekommen, von den Ergebnissen der Kinder und jungen Erwachsenen zu lernen. Schließlich waren nicht nur die Unterstufenschülerinnen und -schüler an dem Projekt beteiligt: Von der 5. bis zur 12. Stufe sorgten die Lernenden für interessante und kreative Ergebnisse. So fertigte die 9.2 ein Kunstwerk an, das die Menschen animieren sollte, sich in eine Unterwasserwelt zu begeben und sich wie ein Fisch im Müll zu fühlen. Die 9.3 hat überlegt, wie insbesondere das Rathaus und die AEG grüner gestaltet werden könnten. Die 12 D hat sich Gedanken über die CO2- Emissionen und die Pariser Klimaziele gemacht. Denn alles, was global beschlossen wird, muss auch seinen Kern im Lokalen finden.

Die 6.2 gestaltete ein riesiges Plakat auf dem deutlich wurde, wie die Menschen ihren Lebensraum und den der Tiere gefährden. Passend dazu überlegte sich die 7.1, ob aus philosophischer Sicht eine intakte Natur benötigt wird um glücklich zu sein und die 5.1, was für alltägliche Handlungsmöglichkeiten jeder einzelne hat, um Werdohl ein bisschen grüner zu gestalten.

 

Besonders lockten die Fünftklässler mit dem Müllsortier-Spiel die Passanten an. Bis zu drei Passanten gleichzeitig übten sich beim richtigen Sortieren. Und jeder konnte noch etwas dazulernen.

 

Insgesamt ist aufgefallen, dass die Motivation der Schülerinnen und Schüler viel größer ist, wenn die Ergebnisse der schulischen Arbeit nicht nur in Heften und Köpfen landen, sondern an die Öffentlichkeit getragen werden können. Das stärkte auch das Selbstbewusstsein vieler und jeder konnte sich einbringen – ob Inklusionsschüler oder Abiturient, praktisch oder theoretisch begabt.

 

Natürlich soll die Ausstellung nicht eine einmalige Geschichte bleiben. Die Zusammenarbeit mit der Stadt setzt sich kontinuierlich fort, so beim „Greenday“ im November, bei dem Schülerinnen und Schüler aus der 13. Stufe die nachhaltige Arbeit verschiedener Firmen und Betriebe in Werdohl kennenlernen.

Außerdem gibt es an der AEG grüne AGs wie die „Schulgarten-AG“ oder „Tuesdays for future“. Während beim Erstgenannten ein bewusster Umgang mit der Natur angestrebt und gelernt wird, dass es z.B. Äpfel auch unverpackt und direkt vor der Haustür geben kann, setzen sich beim „Tuesdays for future“ jeden Dienstag in der Frühstückspause interessierte Schülerinnen und Schüler zusammen, um die Schule nachhaltiger zu gestalten. Aktuell haben vor allem Fünftklässer unter der Leitung von den beiden Achtklässlerinnen Anina und Lea Informationsschilder erarbeitet, auf denen erklärt wird, was in welche Mülltonne soll. Zukünftig wollen wir Umwelt-Detektive ausbilden, die unter anderem darauf achten, dass in der Schule Energie eingespart und der Müll richtig getrennt wird.

 

Auf die Frage, warum die Schülerinnen und Schüler ihre Frühstückspause für „Tuesdays for future“ opfern, gab es folgende Antworten:

 

Ich liebe Wassertiere. Ich liebe die freie Natur. Ich nehme daran teil, weil ich sehr dafür bin, dass man vieles ändern kann, um die Natur und uns selber zu schützen.

Ciara, 5. Klasse

 

Ich bin in der Umwelt-AG, weil ich nicht die Umwelt verschmutzen will und ich finde es wichtig, dass unsere Welt sauber bleibt und nicht mehr viel Müll auf dem Boden und im Wasser liegt.

Fatima, 5. Klasse

 

Ich mache bei der Umwelt-AG mit, weil ich der Umwelt helfen möchte um die Tiere zu retten. Jeden Tag sterben Tiere. Das ist schlimm, weil wir brauchen die Tiere um zu überleben. Und ich will nicht, dass die Meere noch schmutziger werden.

Celine, 5. Klasse

 

 

Nach den Sommerferien wird die Ausstellung ebenfalls im Schulfoyer zu sehen sein!

 

„Klimaziele Werdohl 2030 – die AEG macht mit“