Die Erdkundekurse der Q1 am Phoenixsee. Foto: M. Klusemann, AEG

Am Montag, dem 16.04.2018, waren der Erdkunde-Grundkurs und der Erdkunde-Leistungskurs unseres zwölften Jahrgangs in Dortmund am Phoenixsee.

Dort hatten wir eine Führung, die den Strukturwandel der Region sowie neue Entwicklungen in der Stadtgeographie anschaulich gezeigt hat.

Anfangs haben wir uns gefragt, wozu der See eigentlich benötigt wird, aber durch unsere sehr kompetente Reiseführerin wurde uns das schnell klar. Vom Stahlwerk zum Naherholungsgebiet- die Umgebung hat in den letzten 20 Jahren eine enorme Veränderung erfahren. Während der Führung wurden alle Zusammenhänge und Entwicklungen wunderbar erklärt und mit kleinen Geschichten ausgeschmückt. Uns wurde auf alten Bildern gezeigt, wo z.B. das Stahlwerk lag und wie dreckig, eng und z.T. sanierungsbedürftig die Umgebung aussah. Im Vergleich dazu konnten wir mit eigenen Augen sehen, wie es heute aussieht. Es wurde der Wandel zunächst von der ländlich gelegenen mittelalterlichen Residenz (heute Sparkassen-Akademie), über das Industriegebiet (mit Schienenanbindung, Stahlwerk, Arbeitersiedlung) zum Naherholungsgebiet (heutiger See mit Promenade und exklusivem Wohngebiet) in der Nähe des Zentrums Dortmunds deutlich.

Dies zeigte sich in der Umgebung, die extrem aufgewertet wurde, auch in einem Wandel der sozialen und ökonomischen Struktur. So ist aus der ehemaligen Stahlarbeitersiedlung nun ein Wohngebiet der gehobenen Mittel- und Oberschicht geworden. Exklusive Einfamilienhäuser, Penthousewohnungen, ein geplanter Segelclub sowie Gastronomie und weitere Dienstleister (z.T. Weltmarktführer) haben die Anwohnerstruktur in einigen Bereichen von Hoerde stark verändert. So haben alt eingesessene Bewohner zum Teil Mühe mit diesen Entwicklungen und der Preisssteigerung Schritt zu halten. Das Viertel hat ein neues Gesicht bekommen.

Die Reiseführerin mit den ErdkundeschülerInnen. Foto: M. Klusemann, AEG

Zusätzlich wurde die Emscher neben Lippe und Ruhr als ehemalige Kloake des Ruhrgebiets gezeigt. Auch hier sind durch technischen Fortschritt große Veränderungen erkennbar. Und der Phoenixsee dient nicht nur zur Naherholung sondern hat ebenfalls die zusätzliche Funktion ein Rückhaltebecken für potenzielle Überschwemmungen des Flusses zu sein.

Den ganzen Tag hatten wir das Wetter auf unserer Seite, es war sehr sonnig und die Umgebung war auch einfach nur wunderschön. Eine sehr gelungene Exkursion!
Vielen Dank dafür an unsere Fachlehrer, Frau Klusemann und Herr Metzler.

Von Jenny Lück, Mara Klusemann

Erdkunde-Exkursion der Q1 zum Phoenix-See