5 Tage Berlin – das war aufregend. Mitten im Szeneviertel Friedrichshain umgeben von Bars, Restaurants und Geschäften lag unser Hostel. Bereits hier konnte man sehen, was unsere Hauptstadt von Werdohl unterscheidet: Menschenmassen, Verkehrschaos, eine noch größere Vielfalt an Stilen und Menschen. Dies war der Ausgangspunkt für unsere Tour durch Berlin.

Bereits am ersten Abend sind wir in die Disco Matrix gegangen (leider ohne Stars zu sehen) und konnten tanzen, tanzen, tanzen. Die Disko lag in der Nähe des Hostels, sodass wir gemeinsam zu Fuß bereits einen kleinen Einblick in unsere Nachbarschaft bekamen.

Dieser Einblick vergrößerte sich am nächsten Tag. Wir hatten eine 2stündige geführte Busrundfahrt und konnten uns so mit vielen Informationen einen groben Überblick über Berlin verschaffen. Den benötigten wir auch, da der Nachmittag den Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen (ein ehemaliges Gefängnis der Stasi) vorsah. Der Weg dorthin zeigte uns, dass das selbständige Laufen und Organisieren in Kleingruppen nicht so einfach war. Wir mussten die S- und U-Bahn- sowie die Tram-Pläne allein lesen, Wege und Zeiten einschätzen und daneben immer wieder Staunen. Dann mussten wir auch noch pünktlich am Treffpunkt sein. Das war gar nicht so einfach. Aber nach dieser Feuerprobe waren wir darin fit.

Hohenschönhausen zeigte uns, dass in der ehemaligen DDR viel Unrecht geschah und wie bedeutend unsere Freiheit und die Demokratie, in der wir leben, ist. Da dies alles gerade mal etwa 30 Jahre zurückliegt, haben besonders die originalen Schauplätze und Zeitzeugenberichte uns beeindruckt.

Der Mittwoch war dann mit dem Besuch des Berlin Dungeon sehr aufregend und hat uns als Klassen zusammengeschweißt. Sind wir mutig! Der anschließende Besuch bei Madame Tussauds gab uns die Möglichkeit, den ein oder anderen Promi zu treffen.

Unsere KlassenlehrerInnen Frau Tweer, Herr Thomas, Frau Mysak und Frau Klusemann mit Albert Einstein. Foto: M. Klusemann, AEG

Donnerstag haben wir uns im Haus am Checkpoint Charlie, einem ehemaligen Grenzübergang zwischen West- und Ostberlin, wieder von Zeitzeugen berichten lassen, was sich DDR-Bürger haben einfallen lassen und welche Risiken sie eingegangen sind, um nach Westdeutschland zu fliehen.

Nachmittags haben wir das Reichstagsgebäude besucht. Wir hörten einen Vortrag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages und besuchten anschließend die Reichstagskuppel. Den abschließenden gemeinsamen Besuch am benachbarten Brandenburger Tor verewigten wir natürlich auch.

10.1 und 10.2 vor dem Brandenburger Tor. Foto: M. Klusemann, AEG

Wir hatten daneben bei strahlendem Sonnenschein natürlich auch noch Zeit zum Shoppen und Stöbern, sodass einige mit voll(er)en Koffern zurückkamen. Es war eine tolle Zeit!

(Bericht: M. Klusemann)

Abschlussfahrt der Klassen 10.1 und 10.2 nach Berlin