Die Lateinschüler vor dem Kölner Dom. Foto: S. Sigismund, AEG

Lange haben wir uns auf darauf gefreut, endlich war es soweit: Am Mittwoch, den 31.5. brachen wir bei bestem Wetter am Bahnhof in Werdohl zu unserer dreitägigen Studienfahrt nach Köln auf. Die Sonne blieb uns während des gesamten Aufenthalts treu. Als wir gegen Mittag an unserem Hostel ankamen, waren wir schon gut aufgeheizt und stürzten uns, nachdem zumindest der größte Teil von uns die Zimmer schon beziehen konnte, ins antike Köln, oder besser gesagt: in die CCAA (Colonia Claudia Ara Agrippinensium).

Bei einer Führung durch die Kölner Unterwelt konnten wir die Reste des Prätoriums besichtigen. Besonders beeindruckend war aber der antike Abwasserkanal, durch den wir marschiert sind.   Glücklicherweise wird er nicht mehr benuntzt. So kamen wir fast trockenen Fußes durch den fast zweitausend Jahre alten Kanal, der so  aufwändig gemauert war, dass wir fast nicht glauben konnten, dass er nur benutzt wurde, um stinkendes, verbrauchtes Wasser aus der Stadt zu leiten.

Bei der Führung durch die Köner Unterwelt. Foto: S. Sigismund, AEG

Der zweite Tag wurde richtig anstrengend, weil wir alles zu Fuß erledigt haben. Nach einer Rallye im Römisch-Germanischen Museum erkundeten wir noch weitere antike Überreste, die in der Stadt Köln zu finden sind. Wir sahen menschliche Knochen, die aus einem antiken Gräberfeld in eine Kirche gebracht worden waren und das sogenannte Ubiermonument. Wir hörten kurze Schülervorträge über Agrippina, die skandalträchtige Kaiserin und Mutter des Kaisers Nero, die ein echtes Kölsches Mädchen war, und über den Germanenstamm der Ubier, der Ureinwohner Kölns.

Bei all dem kam auch die freie Zeit nicht zu kurz, und so erkundeten viele Schülerinnen und Schüler neben dem antiken Köln auch die moderne Einkaufsstadt. Dass am Abend des 1.6. alle vollkommen eledigt in ihre Betten gefallen sind, ist also kein Wunder.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf die Heimreise, natürlich nicht, ohne auf dem Weg zum Hauptbahnhof noch beim Römerturm vorbeizuschauen, einem der Wehrtürme, die einst zur antiken Stadtmauer gehörten. Auch hier hörten wir noch Schülervorträge über Koloniestädte und Stadtbefestigung, bevor wir am Kölner Hauptbahnhof den Zug Richtung Heimat bestiegen.

Wir blicken auf drei tolle, ereignisreiche und anstrengende Tage zurück. Die Studienfahrt nach Köln hat uns großen Spaß gemacht!

(Bericht: S. Sigismund, AEG)

Ubi bene, ibi Colonia – Studienfahrt der Lateinkurse Jg. 8 und 9 nach Köln