27.01.17 das Abenteuer unter dem Motto Fahren, Rollen und Gleiten läuft an. Du fragst Dich was gemeint ist? Im Jahrgang 11 startete an diesem Tag das alljährliche Skiprojekt mit den Klassen 11 D und E unter der Leitung des bekannten Klassenlehrerteams Volker Thomas und Falk Metzler, unterstützt wurde das Team durch Herrn und Frau Bremer, Frau Zeltwanger und Herrn Metzlers Tochter Aniko. Zusätzlich wurden Sporthelfer aus dem Jahrgang 12 engagiert.

Am Freitag um 22 Uhr wartete der Bus am Riesei auf uns. Wir das Glück, dass keiner  verschlafen hat oder vergessen wurde.

Nachdem wir gefühlte 100-mal anhalten mussten, da anscheinend jeder aus unserer Stufe eine kleine Blase hat, haben wir es dann schlussendlich doch noch geschafft, pünktlich in Kaltenbach, im Zillertal anzukommen. Dort sollten wir dann erst mal eine halbe Stunde Schock gefroren werden,  bis es dann mit der ersten Gondel, zu unserer neuen „besten“ Freundin Maria hoch ging.

Endlich oben angekommen wandten wir uns den wirklich wichtigen Sachen zu. Essen und WLAN. So eine Busfahrt ist wirklich lang…

Der Ausblick war tatsächlich super und so langsam stieg auch die Anspannung, denn jetzt ging es endlich zum Skiverleih und jeder bekam seine Ausrüstung.

Bevor wir uns aber auf die Bretter trauten, hieß es erst einmal die Zimmer stürmen und sich einrichten. Die armen Lehrer mussten erst einmal den „Kindern“ beim Anziehen der komplizierten Skiausrüstung helfen.

Als wir dann ALLE wirklich draußen standen, wurde den meisten erst bewusst, dass der Horror jetzt beginnt! Wir haben uns alle an die Skier und dem Hügel ran getastet und es probiert. Bei manchen ging es schneller und manche brauchten ihre Zeit. Aber am Ende des Tages hat es jeder geschafft, den Babyhügel zu bewältigen. Abends noch ein Briefing und endlich Essen, danach waren alle fix und fertig und der ruhigste Abend der Woche war eingeläutet.

Habt Ihr schon mal Schlaffalten gesehen? Alter Schwede, die ganze Gruppe sah aus als wären sie über Nacht gealtert. Man konnte gar keinen Unterschied zu den Lehrern mehr sehen .-))

Nach dem Frühstück ging es dann nach draußen und jeder ging zu seiner Gruppe, in die er sich nach Selbsteinschätzung eingeteilt hatte. Na ja, das mit der Selbsteinschätzung ist ja so ein Ding. Die Gruppen waren auf jeden Fall lustig aufgeteilt.

Nachdem wir uns jetzt alle halbwegs auf den Skiern halten konnten, stand jetzt die nächste Herausforderung an. Das LIFT- fahren. Wir wurden im Sportunterricht schon drauf vorbereitet, mit einem Besen der mehr oder weniger sein Leben lassen musste aber auf Skiern ist es dann doch nochmal was anderes, stellt euch vor…es ist leichter. Also danke an Herrn Thomas, der uns zuvor einen Schrecken bereitet hat und Herrn Metzler ebenso.

Nach dem Liftfahren kam dann die nächste Hürde… eine neue Piste wir nannten sie „die Angstpiste“ (eine Mischung aus Blau und Babypiste), ein paar von uns sind einfach gerade aus runter und haben sich nur gedacht „Augen zu und durch“ (wer wohl…?) Genau die Kamikazefahrer unter uns. Der Rest stand 10 min an derselben Stelle und sagte nur „ich will nicht“… Naja abgesehen vom Streifen in der Hose,  hätten wir auch „ich bin ein Schüler, holt mich hier runter“ rufen können aber das hätte auch nichts gebracht. Also mussten wir ja wohl oder übel irgendwie da runter…unser Motto war „schreien bis es nicht mehr geht und alle 5 Meter anhalten“. Am Ende haben wir es dann auch geschafft…JUHU°!… Zu dem Zeitpunkt war die Gruppe 1 unter der Leitung von Herrn Bremer schon 5 rote Pisten runtergefahren. Zum Glück konnten wir nach diesem Schock erst mal eine Pause machen. Na ja wir kennen ja Herrn Metzler und natürlich hat er sich für den Nachmittag etwas Neues einfallen lassen, wie er uns quälen kann… seine arme Truppe musste wieder leiden…Die Anderen hatten das Glück ihre Lieblingsstrecke mit Frau Zeltwanger fahren zu dürfen. Der Rest blieb auf dem Baby-Anfänger Hügel.  Als dann alle wieder in der Jugendherberge waren, gab es auch schon Essen danach nochmal ein Briefing. Darauf folgte das Abendprogram, was an Tag eins von den Zwölfern geplant worden ist. Die haben uns gezeigt, wie es richtig geht und spielten mit uns „Lippenlesen“, dies war sehr amüsant und alle hatten Spaß.

Am Montag ging es dann morgens wieder auf die Piste aber nicht auf dieselbe…Nee das wäre ja zu schön. Es ging weiter hoch! Die Gruppen mischten sich neu und es hieß „Neuer Tag, Neues Glück“…  Manche haben es ohne Stürze gemeistert aber es gab auch ein paar blaue Flecken, denn nicht alle hatten Glück. Nachmittags war es uns freigestellt, zu fahren oder ins Dorf zu gehen. Nach dem Abendessen und dem täglichen Abendbriefing war das Zimmer eins mit „Tabu“ dran. Dabei haben sich so manche um Kopf und Kragen geredet…

Am Dienstag ging es am Morgen für die Gruppe von Frau Bremer bereits hoch zur Kristallhütte, die anderen sind nochmal auf den bekannten Pisten verblieben, um sicherer zu werden, damit es keine blauen Flecken gibt. Die Gruppe von Herrn Bremer hat neue Pisten erkundet und ein paar Tricks probiert. Am Nachmittag ging es dann für die Gruppe von Frau Zeltwanger ebenfalls hoch zur Kristallhütte. Der Abend wurde dann von Zimmer 7 mit dem Spiel „Montagsmaler“ beendet, wobei  wir unsere künstlerische Ader entdeckt haben.

Mittwoch 08:30 Uhr, alle raus und wieder auf die Bretter. Die Bremertruppe erkundete Hochfügen, der Rest probierte sein Glück an der Kristallhütte. Die Profis waren im Funpark und haben die Schwarzen Pisten kennengelernt. Abends  wurde vom Zimmer 2 der ultimative Poporutschwettbewerb veranstaltet. Ich muss schon sagen die Lehrer haben sich wacker geschlagen, was sicherlich an der Erfahrung gelegen haben muss. Kann ja nicht anders sein.

Der Donnerstag war spannend für die Zeltwangertruppe, die Hochfügen erkundet hat. Gruppe 1 war bereits nach 5 min. hinter allen Bergen. Die anderen Gruppen sind bereits bekannte Pisten nochmals gefahren oder haben sich an etwas Neues herangetraut. Der Nachmittag wurde schon einmal zum Packen und Aufräumen genutzt. Abends gab es viele Lacher, da Zimmer 8 eine Mega- Pantomime organisiert hatte.

Freitag schlug dann die Stunde der Wahrheit. Wer hat´s drauf und hat was gelernt? Im Durchschnitt sind wir alle gut weggekommen und die Zwölfer standen den Lehrern mit Rat und Tat beim Bewerten zur Seite. Nachdem der Rest gepackt und die Ski wieder abgegeben waren, hatten uns die Lehrer in eine Hütte entführt. Das war richtig witzig.

Am Samstag ging es dann leider schon recht früh zurück. Die Busfahrt war für uns alle anstrengend aber schlussendlich sind wir alle in Werdohl angekommen. Insgesamt war es eine gelungene Klassenfahrt mit vielen tollen Erlebnissen und nur kleinen Blessuren, aber das gehört zum Skifahren dazu.

Gez. Caroline Lorsbach

Foto: Falk Metzler, AEG

 

Foto: Falk Metzler, AEG

 

Skiprojekt 2017 der Jgst. EF(11) in Österreich